Folge 39: Erste Hilfe für die Seele - Das Kriseninterventionsteam

Shownotes

POWERED BY ROTES KREUZ STEYR-LAND

In der aktuellen Folge sind Helga Augeneder, Bezirkskoordinatorin der Krisenintervention, und Sylvia Thallmeier, Koordinatorin für freiwillige soziale Dienste zu Gast. Sie geben Einblicke in eine Arbeit, die oft im Verborgenen passiert: Menschen beizustehen, deren Leben sich von einer Sekunde auf die andere verändert hat, etwa durch einen Unfall oder eine plötzliche Todesnachricht. Die beiden erzählen, wie das Kriseninterventionsteam entstanden ist, in welchen Situationen es gerufen wird, wie ein Einsatz abläuft und warum es dabei oft weniger auf die richtigen Worte als auf Zuhören, Dasein und Halt ankommt. Ein Gespräch über Menschlichkeit, Mitgefühl und die ersten Stunden nach dem Unvorstellbaren.

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Transkript anzeigen

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zu Steierland Bahnbrechend, dem Podcast der Initiative Steirland.

00:00:23: Ich bin Nora Meyer und spreche in diesem Podcast immer mit spannenden Persönlichkeiten aus der Region über die Region.

00:00:31: Die heutige Episode ist Powered by Rotes Kreuz Steier Land.

00:00:36: Es gibt Momente, wo sich das Leben von einer Sekunde auf die andere wirklich komplett verändert.

00:00:43: Ein Unfall eine plötzliche Todesnachricht oder ein anderes einschneidende Ereignis kann Menschen völlig unvorbereitet treffen.

00:00:53: Während die Rotkreuz-Einsatzkräfte ja medizinisch versorgen und organisatorisch handeln, braucht es oft aber noch etwas anderes.

00:01:01: Jemanden der bleibt, der zuhört und der vor allem in den ersten Stunden einer Krise Heid gibt.

00:01:10: Genau das ist die Aufgabe der Krisenintervention beim Roten Kreuz.

00:01:14: Aber was sagt man denn wenn eigentlich Worte fehlen?

00:01:18: und wie gehen die Kriseninterventionsmitarbeiterinnen selbst mit traumatischen Ereignissen um?

00:01:25: Ich begrüße Helga Augeneder, die Bezirkskoordinatorin in der Krisen-Intervention Steiland.

00:01:31: Hallo lieber Helga!

00:01:33: Und Silvia Thalmeier, Koordinatoren für freiwillige soziale Dienste.

00:01:38: Ich freue mich sehr, dass ihr beide euch Zeit nehmt für wirklich wichtiges Thema.

00:01:43: Das definitiv einmal vor den Vorhang geholt werden sollte.

00:01:47: Vielleicht starten wir mal sehr allgemein was ist das Kriseninterventionsteam genau?

00:01:52: Weil jeder kennt dem Begriff aber vielleicht muss man es ein bisschen genauer definieren und vielleicht auch mit Fokus auf Steierland.

00:01:59: also seit wann gibt's das Team bei euch und wie ist es überhaupt entstanden?

00:02:03: Wir haben morgen anfangen Helga, du!

00:02:06: Also die Krisenintervention ist eigentlich eine sehr junge Sparte im Rotengreuz, die sich zur Aufgabe gesetzt hat – wie du schon auch moderiert hast -, dass sie Menschen in außergewöhnlichen belastenden Situationen zur Seite steht.

00:02:21: Das heißt wir verstehen uns als erste Hilfe für die Seele und versuchen in der ersten Akutphase Halt zu geben oder Orientierung zu geben vielleicht koordinierten Schritte zu setzen und wesentlich dabei für uns ist, dass wir die Leute aus der ersten Überwältigung und der Hilflosigkeit, die sie oft empfinden, herausholen.

00:02:45: Und sie soweit bringen, dass sie wieder selbst ins Tun kommen – das ist eigentlich für uns die wesentliche Aufgabe!

00:02:51: Die Krisenintervention gibt es jetzt seit ... ... vor den letzten Jahren?

00:03:01: Und ins Leben gerufen wurde sie eigentlich, das können Sie sicher nur etliche erinnern nach den dramatischen Ereignissen von dem Gruben-Unglück in Lausingen und der Brandtageletschebahn in Capron bzw.

00:03:14: des Lawinenunglücks von Galtür.

00:03:16: Die waren also so ein... Jahresabständen hintrannten diese Ereignisse und das waren definitiv Großschadeneseeignisse, wo man binnen kürzester Zeit sehr viele Personen zu betreuen hatte bzw.

00:03:29: sehr viele Angehörige die auch Informationen gebraucht haben dazu entschlossen, Strukturen zu schaffen damit das in Zukunft eigentlich als Routine, wenn man so will passieren kann.

00:03:41: Also es ist eigentlich noch gar nicht so alt?

00:03:43: Das war jetzt für mich überraschend weil ich mir gedacht habe dass das eigentlich schon viel länger gibt.

00:03:48: Ja

00:03:48: das ist eine sehr junge Sparte.

00:03:51: Wie seid ihr in Steyr-Lanta konkret aufgestellt beim Kriseninterventionsteam?

00:03:55: Wie viele Personen?

00:03:56: vielleicht magst du da dazu gleich noch drauf eingehen ein bisschen?

00:04:00: Also Steierland ist ja ein sehr großer Bezirk, wie wir wissen.

00:04:04: Mit einer ganz unterschiedlichen Bevölkerungsdichte die wir da haben.

00:04:09: Wir haben im Bezirk vier Ortstellen vom Roten Kreuz nämlich in Barthal, in Siening, in Thernberg und in Weyer Und überall dort gibt es ein paar Mitarbeiterinnen Die sich entschlossen haben bei der größten Intervention mit zu helfen.

00:04:26: Diese derzeit sechzehn Personen, wer sind wir nicht für den ganzen Bezirk, sind also quasi rund um die Uhr einsatzbereit.

00:04:34: Wir haben keinen Dienstplan, sondern wir kommen quasi bei einer Alarmierung direkt aus unserem Privatleben.

00:04:41: und die Alarmierungen, die dann übers Hände erfolgt, wir werden sicher später noch sprechen wie die Einsätze ablaufen aber wir hatten im Vorjahr dreieinfünfzig Einsätze das heißt im Schnitt kann man sagen einem pro Woche.

00:04:54: Und wir können das alles selber abdecken, indem wir uns im Team zusammenrufen und zu zweit dann zur jeweiligen Einsatzort

00:05:01: fahren.".

00:05:02: Bleibt immer eh zu den Einsätzen.

00:05:04: in welchen Situationen werdet ihr gerufen?

00:05:07: Grundsätzlich kann man sagen dass es eigentlich nicht immer sehr dramatische Dinge sind und traumatisierende Dinge die für die Personen sich wirklich aus heiter dem Himmel treffen.

00:05:17: In erster Linie haben wir die größten Zahlen für plötzliche Todesfälle Zu Hause meistens.

00:05:22: Es kommt auch oft zu Einsätzen bei, also während oder nach erfolglosen Reanimationen.

00:05:28: Suizide ist leider ein großes Thema und eine Suizidversuche.

00:05:33: Wir unterstützen auch wenn Vermisste Personen gesucht werden.

00:05:37: sind wir bei den Angehörigen Verkehrsunfälle die tödlich ausgehen.

00:05:43: da beträumen aber nicht nur die Hinterbliebenen sondern auch Ersthelfer Augenzeugen

00:05:51: Ja.

00:05:52: Wir betreuen auch bei großen Ereignissen wie zum Beispiel Brand eines Bauernhofs oder bei Überflutungen, wo man sagt da ist jetzt die Lebensgrundlage entzogen und der braucht jetzt wirklich Unterstützung natürlich auch in Notfälle wo Kinder getroffen sind.

00:06:07: das ist immer so ein besonderes Thema

00:06:09: wenn wir dann auch noch darauf eingehen.

00:06:11: ihr trefft jetzt Menschen in einem Moment haben wir gerade angesprochen, indem sie das Leben komplett verändert hat.

00:06:20: Was würdest du denn Silvia sagen braucht ein Mensch in so einer Situation als allererstes?

00:06:26: Das ist immer natürlich von den Situationen her sehr unterschiedlich und ganz individuell.

00:06:31: Das was immer sehr ähnlich und gleich ist und auch das was unsere oberste Priorität hat ist eigentlich dass es da sein also das nicht alleine gelassen zu werden, auch wenn vielleicht es mehrere Betroffene sind.

00:06:44: Dass man als natale Person einfach mit Ruhe und Präsenz anwesend sein kann eben bei uns.

00:06:50: Und eines der wichtigsten Dinge ist glaube ich auch für die Betroffenen ein bisschen Klarheit bringen zu können falls möglich ist.

00:06:57: Es gibt meistens sehr viele offene Fragen, die im Hintergrund E-Crot geklärt werden und da vielleicht die Übermittlerrolle einnehmen zu können.

00:07:07: Und auch das Erklären zu können, was gerade passiert ist oder warum es passiert ist.

00:07:13: Vielleicht aber auch ein bisschen die Person zu sein um diese Wartezeit zu gut überbrücken.

00:07:19: Es gibt immer wieder Dinge oder Informationen auf die man warten muss als Betroffener.

00:07:24: Da sind wir einfach dabei damit die Betroffenen so gut es geht in Ruhe und dem Sinne auch auf das zuwarten können.

00:07:34: Ich stelle mir, dass hat einfach so schwierig.

00:07:35: vor allem er kommt da hin und das ist halt so eine besondere Situation.

00:07:40: aber eben findet man dann überhaupt in den Moment die richtigen Worte.

00:07:45: dann gleich oder wie läuft denn das ab ohne dass ihr hier jetzt konkret davon Einsatz eingeht?

00:07:49: Aber wie kann man sich das vorstellen?

00:07:51: Ihr kommt dahin und was passiert dann als erstes überhaupt?

00:07:55: wie du richtig sagst, es fördern oft wirklich die richtigen Worte.

00:08:00: Es gibt da kein Drehbuch wo man sagt jetzt komme ich hin und genau das sage ich jetzt und dann ist alles erledigt.

00:08:06: Sondern es geht einfach in erster Linie bei uns darum einmal zu schauen wer ist hier?

00:08:12: Wie viele sind da?

00:08:13: Wer braucht als Ersten was?

00:08:16: Und dann ist oft hilfreicher mal gar nichts zum sagen sondern auch einfach nur dazu sein Sie wo hesetzen, was trinken.

00:08:24: Grundbedürfnisse decken zum Beispiel, dass dem nicht kreut ist oder das ein Glas Wasser kriegt.

00:08:29: Umarmt

00:08:30: ihr die Leute auch?

00:08:31: Nicht!

00:08:31: Also das

00:08:32: dürfte... Körperkontakt ist absolut untersagt.

00:08:35: Es kann natürlich sein, dass jemand kommt und sie so viel zu uns an den Schultern wirft.

00:08:40: Natürlich werde ich dir nichts zurückweisen aber so pro aktiven Körperkondakt gibt es garantiert keinen.

00:08:46: also das soll nicht sein.

00:08:47: Aber das Wesentliche bei uns ist eigentlich nicht unbedingt, dass viele reden sondern einfach beobachten spüren, empathisch auf wen zugehen.

00:08:56: Es ist auch wirklich wichtiger, dass man nichts sagt bevor man was Falsches sagt und es kommt schon in die Gänge quasi.

00:09:02: Man muss nur einfach die Stille einmal aushalten.

00:09:05: Geben wir da eh gleich weiter, was macht denn die Krisenintervention ausdrücklich

00:09:11: nicht?

00:09:12: Also ich glaube das ist Silvia.

00:09:13: Das ist genau das Gegenteilige von dem, was die Helga Krock gesagt hat also wie es einem nicht dafür dauert dass man dann therapieren ja also wenn man vielleicht von einer Psychotherapie sich erwartet.

00:09:24: Wir sind auch nicht dafür da dass man eine langfristige Traubekleidung darunter anbieten.

00:09:28: Man muss sich das vorstellen Eigentlich in dem Moment schon auf die Bühne treten, wenn das eigentlich kurz davor passiert ist.

00:09:35: Das heißt da wir bleiben auch nur in den ersten ein zwei drei Stunden präsent und dann kann man von einer Trauerbegleitung oder Aufarbeitung überhaupt noch gar nicht sprechen.

00:09:45: also solche Dinge machen wir ausdrücklich nicht.

00:09:48: Wir machen keine medizinischen Behandlungen wir gehen auf keine Diagnosen ein doch immer sind natürlich im ärztliche oder professionelle Hilfe dazu Wenn es auftreten würde Und wir beteiligen uns auch nicht an irgendwelchen Ermittlungsarbeiten oder an Fragen, wer oder warum der verursacht worden ist.

00:10:10: Wir halten unsere Schuldfragen heraus.

00:10:12: also wir versuchen da eben diesen neutralen Part gut einzunehmen und zu übermitteln, wo es vielleicht jemand anderer parteiisch wird oder die Schuldfrage... zu sehr im Raum steht.

00:10:24: Das ist uns ganz wichtig.

00:10:25: Du hast es ein bisschen angesprochen, das sind unglaubliche Emotionen im Spiel in so einer Situation.

00:10:30: Es ist eine Ausnahmesituation.

00:10:33: Aber wie reagieren Menschen aus eurer Erfahrung überhaupt in solche Ausnahmensituationen?

00:10:37: Gibt's da irgendwie eine Emotion die klassisch ist oder gibt's davon Wut bis Erstarren alles?

00:10:45: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:10:46: Genau

00:10:46: so!

00:10:47: Es gibt wirklich die ganze Palette von einfach Erstarrt einfach überwältigt und überhaupt noch nichts tun können.

00:10:55: Es gibt sehr viel, was sehr eindrucksvoll ist zum Erleben, sehr viel Wut und einfach Leute die gleich weinen können.

00:11:04: Viele können es nicht, manche können gleich.

00:11:06: also das ist wirklich die ganze Palette aber es ist keine richtig oder falsch sondern es ist jede erlaubt um zu akzeptieren und abzuwarten bis wir das Gefühl haben da kann man jetzt einsteigen und vielleicht ein bisschen relativieren.

00:11:20: beruhigen, wenn man so will ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck aber quasi diese extreme Überwältigung die da eigentlich Platz greift dass das ein bisschen abäibt.

00:11:29: Aber das Richtige weder von unserem Reden noch von dem was wir quasi an Trauerreaktionen geboten kriegen ist richtig oder falsch.

00:11:39: Jetzt hast du gesagt, Silvia ihr seid die ersten Stunden da nach einem Ereignis.

00:11:44: Irgendwann kommt er dann der Zeitpunkt logischerweise wo ihr wieder gehen müsst?

00:11:48: Gibt es da dann einen richtigen Moment wo ihr wisst ob sich das anspürt so ok jetzt ist einmal die erste Arbeit unsererseits getan.

00:11:57: wir können jetzt gehen ruhig ein Gewissens und Daunfringszeichen oder Schwierig zu sagen.

00:12:03: Ja, also vielleicht kann man da kurz noch bei den Gefühlen einhaken.

00:12:06: Diese Gefühle, die uns begegnen, kommen oft auch wellenartig.

00:12:10: Man merkt das ja oft, dass mehrere dieser Gefühler durchlebt werden von Überforderung über Wältigung und Weinen und auch Schreien.

00:12:18: Es gehört alles dazu.

00:12:19: Und ich glaube auch aufgrund dieser Wellen und dem wir sie begleiten haben wir oft auch gut gefühl wie diese Welle noch langsam vielleicht ab.

00:12:27: abecken, also verflachen.

00:12:29: Das ist sicherlich eine Indikation und man sagt okay, man merkt dass da einfach ein bisschen Ruhe eingehört.

00:12:35: aber die wichtigsten Punkte sind eigentlich wenn wir das Gefühl haben, dass wir ein bisschen ein Struktur- und ein Netzwerk aufgebaut haben, d. h. wir versuchen oder die Betroffene jemanden zu sich holen kann aus einem eigenen sozialen Netzwerk, das ist eigentlich auch unsere wichtigsten Aufgaben, dass man die eigene Familie und das eigene Umfeld desjenigen aktiviert dass die zusammenkommen können und dass sie die gegenseitig auffangen, auch diese Trauer gemeinsam erleben wird.

00:13:03: Und wir merken, dass dieses Netzwerk da ist und das der Betroffene gut aufgefangen worden ist und dass auch die wichtigsten Fragen geklärt sind, die im Moment einfach aufgetaucht sind oder die wichtigste nächsten Schritte grob umrissen wollen sein, dass die Betroffenen wissen was kommt jetzt auf mit zu?

00:13:23: können wir uns dann langsam aus der Situation auch verabschieden.

00:13:27: Dazu vielleicht ergänzen, dass wir das also nicht überraschend tun sondern also schon absprechen ob es jetzt für alle die da anwesend sind in Ordnung ist, ob sie so werden Überblick haben, ob das jetzt passt, dass wird den Einsatz auch beenden und Wenn das geklärt ist mit allen Leuten.

00:13:44: Aber gibt es Menschen, die sagen nach, es geht sich noch gar nicht aus?

00:13:47: Es

00:13:47: gibt ja schon zum Beispiel wenn jemand allein ist also den würde ich sowieso... Also es gibt niemanden im Umfeld im Sozial- ... Das ist ja

00:13:54: das weil ich mir auch denke was jetzt heißt theoretisch an Unfall.

00:13:57: alle Angehörigen waren im Auto sind weg du bist alleine da und dann

00:14:01: sind vielleicht ein Nachbarn oder Freunde

00:14:03: Ja

00:14:04: irgendwelche Kinder die weiter weg wohnen z.B.

00:14:06: Und da ist dann schon so dass wir darauf warten bis sie da sind und da gibt's auf die Reaktion und sagen, naja bleibst nur ein bisschen bis der Grund, bis er da ist.

00:14:15: Und da gehen wir natürlich nicht!

00:14:18: Ich stelle mir das am Hut ab vor eurer Arbeit wirklich.

00:14:21: Also ich habe das damals schon gesagt zum David, der schon meiner Folge da war.

00:14:26: Höchsten Respekt für die Arbeit vom Roten Kreuz generell und von euch noch einmal mehr weil ich stelle mich das halt extrem schwierig vor und bringt mich auch zu meiner nächsten Frage ihr seid halt auch Menschen.

00:14:38: Euch treffen Situationen dann auch entsprechend unverbereitet.

00:14:42: natürlich wisst ihr schon was euch erwartet wenn ihr zum Einsatz fährt nämlich an.

00:14:46: aber trotzdem Wie schafft ihr beide erst, das Erlebte nicht selber nach Hause mitzunehmen?

00:14:54: Wie schützt ihr euch selber?

00:14:55: Also zum einen haben wir ja eine sehr gute Ausbildung.

00:14:59: Wo man also sehr viele Hilfsmittel oder Möglichkeiten beigebracht bekommen hat wie man sich selber gut schützen kann aber an Sicht des Fachwissen allein ist es schon mal eine große Hilfe und was natürlich... sein darf oder sein kann ist, dass man natürlich einen Einsatz mit nach Hause nimmt.

00:15:16: Aber wichtig ist einfach jemanden zu haben, mit dem er drüber reden kann und wir machen das üblicherweise so, nachdem wir jetzt zur zweiten Einsatz sind, dass wir beim Heimfahren dann schon miteinander über den Einsatz reden.

00:15:27: Sollte das nicht genügen?

00:15:30: Ich als Koordinatorin mache routinemäßig sowieso immer ein Entlastungsgespräch nach jedem Einsatz mit jedem der dort war.

00:15:37: Wir haben Teen-Besprechungen, wo Einsätze nachbesprochen werden und jeder auf den Tisch legen kann was ihn belastet hat.

00:15:45: Wo er glaubte es hat zu hinkauert oder das Ergebnis unbefriedigend war für ihn Und sollte das alles noch nicht genügen haben wir natürlich immer die Möglichkeit für Supervisionen.

00:15:55: Also so gesehen klappt das ganz gut eigentlich Und es hat ja jeder irgendwie so seine Rituale, wie er dann einsatzreingeht und wieder rausgeht.

00:16:04: Was sind da deine?

00:16:05: Also mein

00:16:06: Rituel, sobald ich die Alarmierung habe, schalte quasi um auf...

00:16:11: Arbeitsmodus auch.

00:16:12: Genau!

00:16:13: Und sobalde die Uniform anhaben, spätestens beim grünen Latz bin ich also in der Rolle, ich bin jetzt KI-Meter weiter.

00:16:19: Und wenn meine Einsatz fertig ist und alle diese Gespräche stattgefunden haben und ich komme nach Hause hab jedes Ritual, die Uniform kommt in die Waschmaschine und ich unter die Dusche.

00:16:30: Ja also du ziehst die Wolle aus

00:16:34: und wascht mich ab.

00:16:37: vielen hilft auch und es hilft mir auch, dass man so seinem Hobby nachgeht.

00:16:41: Also es gibt Situationen da habe ich einfach zu viel Energie nachher.

00:16:43: Da läuft was nicht rund und dann muss ich halt weiß ich nicht flott irgendwo dehnen und die Energie loswerden oder ich gebe mich halt meinem Hobby hin und ich spüre keine.

00:16:53: Und wenn ich dann ein bisschen herumprobiere oder herumspiele, dann hab ich gar nix.

00:16:58: Platz im Kopf für andere Gedanken.

00:17:00: Und dann bin ich, also wenn ich aufhör, bin ich heute wieder im Alltag.

00:17:04: Aber das macht sicher jeder anders!

00:17:05: Wie machst du es du Silvia?

00:17:07: Also einer der wichtigsten Punkte ist die Uniform anziehen und ausziehen.

00:17:10: Das ist irgendwie so unser Ritual, glaube ich, den uns alle begleitet... Und ansonsten ist es so eine kleine Checkliste, die mir im Kopf hat, wenn die Alarmierung kommt.

00:17:18: Wo bin ich gerade?

00:17:19: In welcher Situation bin ich?

00:17:20: Habe ich noch irgendwas zu Hause zu erledigen damit nicht weg kann?

00:17:24: Ist das vielleicht auch ein wichtiger Punkt?

00:17:26: gibt's da Einsätze wo du merkst selber bei Ich Bin Herr Gwarni denn der Verfoss und kannst du dann sagen nein?

00:17:31: Ja

00:17:31: natürlich genau.

00:17:32: also eben muss man selber dem diese Checklisten sich wieder für sich durchgehen und die einen haben sicherlich doch noch Betreuungspflichten dabei oder andere Dinge aber auch die persönlichen Eigenschaften.

00:17:40: also wenn es mir persönlich gerade nicht gut geht vielleicht überhaupt schwierige Phase, gerade über mehrere Tage hinweg.

00:17:46: Dann wird man sich zu so einem Einsatz nicht melden und wir haben das auch in unserem Team so vereinbart da dass mal die Rückmeldung gibt.

00:17:53: ich kann jetzt nicht ja damit einfach hat die Koordinatorin da auch gut darüber Bescheid was irgendwie weiter einfach die Kapazitäten der Grat bei jedem sein.

00:18:00: Aber das heißt, du ziehst auch die Uniform an und wieder aus?

00:18:04: Und welches Ritual hast du sonst noch oder welches Hobby das dir dann hilft?

00:18:09: Zum Aussteigen ist für mich ganz höfreich ehrlicherweise eben ins Tun zu kommen wie Tälke schon gesagt hat also schlafen zu gehen ist ganz schwierig.

00:18:15: Also wenn es was ganz banales sein soll wie Fernsehen ist schon mir gut.

00:18:18: aber auch ehrlicherweise zusammenräumen also irgendwie ins tun zu kommen ohne großartig viel nachdenken zu müssen dabei einfach damit der Kopf irgendwie da ein bisschen Luft bekommt

00:18:30: Gibt es trotzdem Einsätze?

00:18:31: Wie gesagt, ihr müsst dann natürlich oder dürft sie auch gar nicht ins Detail gehen.

00:18:35: Gibt's da was wo ihr nach der Trotz dem Schwert tut trotz eurer Erfahrung und wo er merkt ua trotz Hoppy und trotz Ding.

00:18:42: das zieht noch ein bisschen nach.

00:18:45: Das hat kürzlich für mich erst gegeben Und ich habe mir gedacht bevor ich also jetzt weiter unrund.

00:18:51: Also wir haben die Möglichkeit, dass wir mit der Krisenhilfe-Kontakte aufnehmen.

00:18:55: Das sind ja auch die für uns fachlich im Hintergrund stehen wenn wir glauben nach einem Einsatz die Familie braucht länger Betreuung oder Therapie.

00:19:04: mit denen arbeiten wir zusammen und die stehen noch für uns zur Verfügung Und die sind also wirklich äußerst hilfreich und entdehnen.

00:19:11: kommen kann man abladen am Telefon und kriegt Feedback.

00:19:17: Du hast dir vorhin ESE Helga auch Kinder angesprochen, spezielle Zielgruppe, Kinder natürlich noch einmal schwieriger.

00:19:25: Wie geht ihr denn mit Kindern in schweren Einsätzen und gibt es da dann auch besondere Richtlinien?

00:19:31: Weil man kann ja neben dem Kind dann wieder mal wachsen und umgehen logischerweise in so einem Fall

00:19:38: Also Kinder sind sich ja besondere Dimensionen an Einsatz.

00:19:42: Wir versuchen immer, wenn wir schon bei der Alarmierung die Informationen haben dass Kinder dabei sind sogar noch einen Mitarbeiter mehr zu haben das ich konkret nur um die Kinder kümmern kann.

00:19:53: Trotz all dem muss ich sagen Kinder sind erstaunliche Wesen.

00:19:56: Kindern ist wahnsinnig viel zuzumuten und sie halten Wahnsinnigviel aus.

00:20:01: was sie natürlich brauchen is ehrliche Antworten Kindgerecht, altersgerecht aber ehrlich und zwar immer genau auf das was sie wissen wollen.

00:20:10: Wenn man nicht mit ihnen spricht dann haben Sie sehr feine Antennen und merken natürlich es passt etwas nicht meistens bei den Bezugspersonen die ja in enormer Trauer sein können und die spüren das, dass da was nicht stimmt.

00:20:24: Und wenn sie es nicht erfahren, was nicht stimmt, dann haben Kinder die Eigenschaft, dass sie sehr schnell in dieses Fahrwasser von ich bin schuld, dass dort etwas jetzt nicht stimmt kommen.

00:20:34: Das heißt, es ist wahnsinnig wichtig mit Kindern einfach offen ehrlich kindgerecht angepasst zu sprechen.

00:20:41: Wichtig ist auch, dass man die Eltern coacht weil die haben da ganz besonders schwierige Rolle.

00:20:47: Sie haben selber getraue und müssen aber gleichzeitig schauen, dass das für das Kind mehr oder weniger Normalität bestehen bleibt.

00:20:56: Und da raten wir dann schon immer eben auch zu der Ehrlichkeit die ich schon angesprochen habe sehr viel kuscheln ist immer gut und sich nicht wundern wann das Kind also während was wissen will dann plötzlich aufsteht und spielen geht zum Beispiel weil Kinder wissen genau wenn es jetzt die nehmen sichere Pausen selber.

00:21:15: Also ganz wichtig Kinder einfach wirklich voll mit hineinzunehmen in dieses Geschehen, ehrlich Antworten geben und was die Kinder wissen wollen oder wo sie mitgehen wollen zum Beispiel einfach zulassen.

00:21:29: Was mich noch interessiert, können Betroffene eigentlich euch auch aktiv anrufen?

00:21:34: Oder geht das nicht?

00:21:35: Das

00:21:36: geht gar nicht!

00:21:37: Uns können nur Blaulichtorganisationen alarmieren über die Leitstelle Und wenn irgendeine Familie in Bedrängnis ist oder in einer besonderen Gefahr, dann müssen sie den entsprechenden Notruf wählen und dann werden wir alarmiert.

00:21:51: Wenn es schwierige Lebenssituationen gerade gibt oder aber psychische unbewältigbar scheinende Situationen, kann man jederzeit die Krisenhilfe anrufen.

00:22:01: Aber uns geht das nur über Blaulicht.

00:22:04: Muss man um Krisenintervention machen zu können auch... psychologisch irgendwie schon ausgebildet sein in eine gewisse Richtung?

00:22:13: oder kann das jeder unter Anfangszeichen lernen?

00:22:17: Jeder unter Anführungszeichen.

00:22:20: Psychologen müssen wir nicht, oder Psychologinnen müssen wir im Team haben weil wie man vorhin gesagt hat wir therapieren ja nicht.

00:22:29: und ein guter grüßeninterventions Mitarbeiterin die kennt ihre Grenzen und Therapien.

00:22:33: also Es ist nicht notwendig, Psychologe zu sein.

00:22:36: Es ist aber schon so, dass es gewisse Vorgaben gibt oder Eigenschaften zu erfüllen sind um da in diesem Genuss der Ausbildung zu kommen.

00:22:46: ganz banal mindestens Alter twenty-fünf.

00:22:48: Ganz banal erster Hilfekurs.

00:22:51: und dann wäre es wichtig die Person müsste psychisch gefestigt sein sollte auch Rückhalt von Zuhause haben wenn sie diese Tätigkeit anfängt sollte schon ein bisschen Erlebnis Erfahrung mitbringen Und sollte keine Angst oder keine Scheu mit dem Umgang von Tod oder Leichen, das sollte man also eher nicht haben.

00:23:11: Gibt

00:23:12: es auch Menschen die vielleicht anfangen und sagen dann irgendwann da, dass geht doch nicht?

00:23:16: Naja, es ist so, dass wir auf das alles sehr genau hinweisen und dass die Interessenten dann einmal ein erklärendes Gespräch haben Beziehungsweise unter vier Augen oder sechs Augen dann eigentlich, wo wir schon ein bisschen abklopfen ob die Eigenschaften oder die Voraussetzungen erfüllen werden.

00:23:33: Und wenn wir das Gefühl haben also es ist vielleicht eher so eine Bauchwehrangelegenheit besprechen wir das und raten eher ab Es muss ja mit dem Beruf irgendwie vereinbaren lassen.

00:23:43: Das ist nicht jeder der kommt nur in der Freizeit.

00:23:45: Es haben sehr viele Leute ja einen Job und wollen das machen.

00:23:48: Also auch das gehört überlegt.

00:23:50: Und wenn wir über der Meinung sind, die betreffende Person käme für uns schon in Frage.

00:23:56: Dann hat sie also eigentlich auch noch ein Auswahlgespräch mit unserer fachlichen Leitung im Land Oberösterreich ein Gespräch zu führen.

00:24:05: Da gibt es ihr eigenes Auswahlverfahren und die hat dann das letzte Wort objemand überhaupt den Fragegrund.

00:24:10: Was dazu kommt ist dass sich die Ausbildung fast ein ganzes Jahr lang zieht.

00:24:14: Es sind fünf Wochenendmodule und es sind Praktika zu absolvieren Und es ist hundertprozentige Anwesenherzpflicht.

00:24:22: Das heißt, wenn's rein... Mählich schon mal nicht passt, wo die Module angesetzt sind?

00:24:27: Ist schon gelaufen!

00:24:27: Dann geht dann leider nicht.

00:24:30: Da müssen wir das vielleicht aus nächster Jahr verschieben aber...

00:24:33: Aber wie schauts aktuell mit den Anfragen aus?

00:24:36: Ja,

00:24:36: präzibel suchen wir immer gerne Verstärkung im Team, genau.

00:24:40: Vor allem weil die Erfahrung hat gesagt dass die meisten dieses Überlegen oder Interesse haben, dass diese Prozesse immer ein bisschen länger dauert.

00:24:46: Man überlegt sich das, man holt sich immer die ersten Infos ein was erwartet, wie dort das freiwillige Mitarbeiterin.

00:24:51: Und dann eben kommen diese ganzen Gespräche und dann passt vielleicht das eine Ausbildungsjahr-Terminlich nicht?

00:24:55: Dann wartet man aufs Zweite.

00:24:57: Also man merkt es ist doch ein bisschen

00:24:59: langfristig geplant.

00:25:00: Ein bissel

00:25:00: längersfristiger Planung und jetzt so nächste Woche geht's los genau.

00:25:04: Das ist in dem Bereich nicht der Fall.

00:25:06: Silvia, was würdest du sagen, wenn wir bei dem Thema noch bleiben dass natürlich nicht jeder geeignet ist, was ist denn das Schwierigste für dich an der Tätigkeit?

00:25:17: Also für mich ganz persönlich ist bestimmt nach wie vor schwierig aus dem Alltag herausgerissen zu werden, weil wir eben ja keinen Dienstplan haben.

00:25:24: Das heißt egal in welcher Situation ich mir befinde kriege diese Nachricht oder diese Alarmierung und auch wenn ich gerade nicht fahren kann lese was gerade passiert ist.

00:25:33: also das ist sicher eine Herausforderung.

00:25:35: im Alltag und dort im Einsatz ist für mich sicherlich die schwierigste dass man dieses Schweigen oft da aushalten kann Obwohl man gedanklich vielleicht eben schon überlegt, was könnte man an Lösungen anbieten oder was wäre da jetzt hilfreich?

00:25:51: Was aber nicht das Ziel führen ist.

00:25:53: Weil die Betroffenen halt in einem anderen Tempo ja gerade das wahrnehmen, also wie ich als Außenstehender und das ist sicherlich für mich immer eine Schwierigkeit oder halt weiß ich, dass es meine Herausforderung immer innerlich zurücksteigen und Tempo rauszunehmen und immer mehr ein bisschen zurück nehmen auch.

00:26:08: Das ist einfach sicherlich eine Herausforderung.

00:26:10: Helga, wie ist das bei dir?

00:26:12: Bei mir ist die Anfahrt schon mal ein bisschen eine Herausforderung.

00:26:17: Weil man hat ja Einsatzindikationen bei der Alarmierung bekommen und wenn ich dann weiß, ich gehe jetzt dort hin so quasi wegen an Suizid Dann hatten wir schon etliche Bilder im Kopf von Einsätzen davor mit dem... mit derselben Aufgabe.

00:26:33: Und da ist ganz wichtig, dass man den Kopf leer kriegt weil es war noch nie ein Einsatz wie der andere und nicht das wir sich da quasi verrennt in irgendwelche Bilder sondern einfach versuchen wirklich offen dort hinzufahren und sich quasi überraschen zu lassen, was auf einen zukommt.

00:26:47: Das ist das eine, was vielleicht ein bisschen eine Herausforderung ist und was mir sehr zu schaffen macht, zum Beispiel die Ohnmacht und zwar meiner eigene.

00:26:57: Wenn ich das Gefühl habe, ich weiß genau mein Gegenüber braucht jetzt dringend professionelle Hilfe und es mit wirklich keinem Argument dazu zu bewegen, die anzunehmen.

00:27:12: Und das Highlight an Belastung ist, wenn so ein in persönlichen Situationen triggert.

00:27:17: Man weiß nie wo man hinkommt und plötzlich ist was da was dann selber so in einen Gefühlsstrudel hineinreißt dass man eigentlich fast weggehen müsste und der Kollege sagt bitte ich muss mich jetzt für Bäumen unten rausnehmen.

00:27:31: Das sind so die schwierigen Dinge.

00:27:34: Habt ihr beide eigentlich schon mal einen Einsatz gehabt?

00:27:37: Wer dabei war, den sie gekannt habt?

00:27:40: oder stimmt Darauf dürft sie daran eh nicht hin?

00:27:43: Wird das nur vorab geklärt

00:27:44: oder...?

00:27:44: Das

00:27:45: können wir selber entscheiden, ob man jetzt da hinfahren will.

00:27:48: Es gibt beide Varianten.

00:27:50: Es kann sein dass es sehr gut ist wenn dort jemand hinkommt den der Betroffene kennt... ...es kann aber auch für den der Einsatz fort ganz schlecht sein weil er sagt da kann ich jetzt nicht und es ist dann schwierig.

00:28:02: entweder mal was vor mir haben keine Namen bevor wir wo hin fahren und das muss man dann einen Tag entscheiden.

00:28:08: und da gibt's Verständnis immer Wenn man sie da rausnimmt und dann schaut man, dass wer anderer fort und nachkommt.

00:28:15: Das lässt sich dann gut regeln!

00:28:17: Es darf gar keinen Fall passieren, dass irgendjemand aus dem Team von einem Einsatzschaden nimmt.

00:28:21: Das ist die oberste Priorität der Karte.

00:28:25: Um das ganze jetzt ein bisschen... in eine schönere Richtung abzuschließen.

00:28:30: Es ist natürlich ein ernstes Thema, aber mich würde trotzdem interessieren ihr habt ja eine Reason why wie man so schön sagt warum ihr das macht.

00:28:39: Trotz der ganzen schwierigen Situationen Silvia was ist für dich?

00:28:42: Trotzdem das Schöne unter Einführungszeichen an der Kriseninterventionsarbeit?

00:28:49: Das ist sicherlich auch ein bisschen schwierig, das auszudrückt oder in Worte zu fassen.

00:28:52: Aber es ist trotzdem eine Ort von Dankbarkeit natürlich die man da spüren kann.

00:28:57: Auch wenn sie so nicht ausgesprochen werden kann vor Ort.

00:29:00: aber man erlebt dann spürt einfach dass die Anwesenheit und die Ruhe die man hier eine bringt einfach so viel Wert ist.

00:29:07: Es ist sicher einer der Gründe warum man das positiv betrachten kann und sicherlich zu dieser Änderung der eigenen Sichtweisen.

00:29:16: Und diese Demut, die man dann hat gegenüber gewissen Lebenslagen und man sieht einfach sehr viele Menschen da in diesen akuten Situationen wo man dann auch wieder nach Hause geht und sagt ja man muss sich wirklich jeden Tag irgendwie überall Kleinigkeiten freuen können weil doch auch andere Dinge da einen treffen können.

00:29:37: Also Silvia hat schon sehr viel gesagt was auf mich auch zutrifft.

00:29:40: aber für mich ist also Dieses Gefühl, ich bin jetzt für jemanden quasi in einer wirklich fast unüberwindbar scheinenden Situation der Strohhalm.

00:29:50: Und ich spüre wenn ich gehe da ist etwas im Bewegung gekommen dass er weiterleben kann für sich ohne diesen anderen Menschen die dann vielleicht gerade verloren hat.

00:30:00: also das gibt mir schon sehr viel und eben auch meine persönliche Entwicklung wie man Dinge im Alltag anders bewertet als früher.

00:30:11: Was würdet ihr denn gern den Hörern und Hörerinnen mitgeben?

00:30:14: Vielleicht die schon einmal überlegt haben, sich beim Roten Kreuz generell zu engagieren muss jetzt eine gleich riesige Intervention sein.

00:30:21: Also grundsätzlich rotes Kreuz oder nicht bin ich der Meinung es geht nur miteinander.

00:30:28: Und das wäre für mich die Überschrift eigentlich Miteinander.

00:30:31: was tun Wenn geht Gutes tun Ohren auf Augen auf Kleinigkeiten helfen, stärken wahnsinnig den Rücken.

00:30:39: Man muss nicht immer Monologe halten, man muss einfach nur da sein.

00:30:42: Das ist die eine Seite und der anderen Seite würde ich sagen es ist kein Zeichen von Schwäche wenn man Hilfe annimmt

00:30:49: Ihr und Zeitgleich, glaube ich, kann man dann Hörerinnen und Hörern mitgeben.

00:30:52: Dass eben wirklich Kleinigkeiten so hilfreich sein können, dass man sich da gar nicht so viel überlegen muss ob ich passend dafür bin oder ob ich mir sinnvoll einbringen kann.

00:31:01: Ich denke mal einfach, sich melden und gemeinsam schauen.

00:31:03: wir haben so viele verschiedene Spaten wo man mit wenig Zeitressourcen oder auch mit vielen Zeit-Ressourcen mit viel persönlichen Engagement aber auch mit nur wenigen Terminen oder Zeit einfach sich gut einbringen konnte.

00:31:15: also sich einfach mal melden oder ob man da was passen will.

00:31:21: Das finden wir dann im Gespräch gemeint.

00:31:22: Ich habe sicher

00:31:23: die passende Jagd getan!

00:31:24: Danke auch für eure wichtige Arbeit, es ist einfach näherzer verständlich wie wir jetzt wieder gehört haben.

00:31:30: und ja Silvia, wirst du dir auch eine Ablesung gesagt hast?

00:31:33: Liebe Hörerinnen und Hörern wenn ihr euch denkt bisl helfen, wir stellen euch natürlich die Kontaktdaten vom Rotten Kreuz in die Shownot dieser Podcast Episode.

00:31:41: ihr wisst wo ihr euch melden könnt.

00:31:43: Rote Kreuz Steierland freut sich jederzeit über eurer Unterstützung.

00:31:47: Vielen Dank, liebe Helga und vielen Dank, lieber Silvia fürs Zeithaben.

00:31:51: Danke auch!

00:31:52: Lieber Hörerinnen und Hörern, bitte abonniert uns gleich noch auf Spotify oder auf Apple Podcasts damit ihr keine Folge mehr verpasst.

00:32:00: Die nächste Episode von Steyrland Bahnbrechend gibt's dann wieder wie gewohnt in einem Monat.

00:32:06: so long rock on.

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